Attraktiver Lebensraum mit Perspektiven und Chancen für die Bevölkerung von Oberstdorf, insbesondere für die junge Generation
Oberstdorf lebt von seiner Natur, in hohem Maße vom Tourismus aber auch von seiner Gemeinschaft – und davon, dass auch junge Menschen hier eine Zukunft sehen. Diese Zukunft entsteht aber nicht durch schöne Worte, sondern durch klare Entscheidungen, die das Leben hier lebenswert, bezahlbar und planbar machen.
Leistungen für Oberstdorfs Bürger
Unabhängig vom Einkommen und den Vermögensverhältnissen wollen die Bürger unseres Heimatortes lebenswerte Wohn-, Arbeits- und soziale Lebensbedingungen. Eine umfängliche Gesundheitsvorsorge, ein respektvoller Umgang untereinander, die Wertschätzung von Vereinsleistungen und eine gelebte Mehrgenerationenkultur zählen genauso dazu wie ein intakter alpiner Lebensraum.
Junge Menschen wollen zurückkommen.
Viele wachsen hier auf, machen Ausbildung oder Studium – und stehen dann vor einer einfachen Frage: Kann ich mir ein Leben in Oberstdorf leisten und finde ich hier einen adäquaten Arbeitsplatz?
Sie bringen Ideen, Engagement und Tatkraft mit. Was ihnen fehlt, ist bezahlbarer Wohnraum, ein breiter aufgestelltes Arbeitsplatzangebot und eine verlässliche Infrastruktur: Kita-Plätze, sichere Wege, funktionierender ÖPNV, digitales Netz, Räume für Arbeit und Handwerk.
Wer will, dass junge Menschen hier Wurzeln schlagen, muss ihnen ermöglichen, hier zu leben.
Wohnen ist Daseinsvorsorge.
Es reicht nicht, den Charme des Dorfes zu betonen, wenn Mieten und Kaufpreise Einheimische verdrängen. Das gilt besonders, wenn Entscheidungen über
Grundstücke und Flächen nicht konsequent an den Bedürfnissen der eigenen Bevölkerung ausgerichtet werden und externe Interessen stärker wirken als die
Perspektiven junger Menschen und Familien vor Ort.
24 neue Wohneinheiten sind kein Durchbruch – sie beruhen größtenteils auf Planungen aus früheren Amtszeiten,
während in den vergangenen sechs Jahren umsetzungsreife Projekte wie z.B. am Trettachkanal nicht vorangebracht wurden, man muss sagen direkt stecken geblieben sind. Diese Umsetzung wird dennoch als aktuelle Leistung dargestellt, ohne dass daraus spürbare zusätzliche Perspektiven für bezahlbaren
Wohnraum entstanden sind.
Für junge Menschen und Familien bedeutet das: weiter warten, statt echte Perspektiven zu bekommen.
Bezahlbares Wohnen ist kein Sozialprojekt. Es entscheidet darüber, ob Pflege, Feuerwehr, Handwerk, Vereine und Tourismus morgen noch funktionieren.
Bezahlbarer Wohnraum braucht Methode.
Bezahlbares Wohnen entsteht nicht zufällig – sondern durch mutige, gezielt eingesetzte Instrumente, die geprüft, kombiniert und konsequent angewendet werden müssen: aktive Bodenpolitik, kommunales und genossenschaftliches Bauen, klare Priorität für Erstwohnsitze, smarte Nachverdichtung statt weiterer Zersiedelung.
Dafür braucht es ein koordiniertes Vorgehen:
- Ehrliche Bedarfsanalyse:
Wer braucht welchen Wohnraum – und zu welchen realistischen Preisen? - Flächen & Instrumente klären:
Wo ist Nachverdichtung möglich, welche rechtlichen und finanziellen Instrumente greifen? - (seriöse) Partner & Modelle kombinieren:
kommunal, genossenschaftlich, mit regionalen Bauträgern. - Beteiligung als Grundlage:
Ein Wohnungsforum für Einheimische und Rückkehrwillige:
Wie wollen wir in Oberstdorf wohnen – heute und morgen?
Ziel ist ein Maßnahmenpaket, das parallel wirkt – kurz-, mittel- und langfristig.
Infrastruktur sichert Zukunft.
Wohnen funktioniert nur mit guter Betreuung, Mobilität und digitaler Infrastruktur.
Das ist kein „Nice to have“, sondern Voraussetzung für Lebensqualität und wirtschaftliche Stabilität.
Vertrauen, Freiraum, Perspektive.
Junge Menschen brauchen Vertrauen, echte Beteiligung und Räume, in denen sie sich einbringen können – beruflich, sozial und kreativ.
So entsteht ein Oberstdorf, in dem Jung und Alt gemeinsam Zukunft gestalten.
Vereine unterstützen und deren Leistungen würdigen
Die Vielzahl an Vereinen bilden junge Leute z.B. im Sport und der Musik aus und geben den älteren Bürgern Halt. Man kann die Vereine auch als den sozialen Kitt der Gesellschaft bezeichnen. Aktives Vereinsleben bereichert ein Dorf. Gegenseitige Unterstützung wird dort zum Selbstverständnis. Vereine brauchen Begegnung, Räume für ihre Aktivitäten und Anerkennung. Unser Dorf muss auch über die Vereinsarbeit zusammenwachsen – auch wenn damit vordergründig kein Geld zu verdienen ist. Altersübergreifendes Verständnis und Zusammenhalt gleichen das mindestens aus.
Es wird Zeit für Entscheidungen, die unseren Kindern und Auszubildenden heute sagen: „Ja, Oberstdorf will euch – und baut euch hier eine echte Perspektive.“
